Aufgrund der zu erwartenden Fahrgastzahlenzuwächse setzt die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) seit dieser Woche – und damit zeitlich weit vor dem Fahrplanwechsel – 32 Busse mehr im Linienverkehr ein. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen rund drei Millionen Euro pro Jahr. Im kommenden Jahr werden dann 108 neue Busse angeschafft und knapp 100 Busfahrer eingestellt.
Basierend auf einer vorausschauenden Analyse setzt die
HOCHBAHN ein Konzept um, das nicht nur auf Überfüllungen reagiert, sondern künftige Bedarfe auf einzelnen Linien und zu unterschiedlichen Tageszeiten frühzeitig berücksichtigt.
Ziel ist es, flexibel und unabhängig von einem Fahrplanwechsel auf erwartete Fahrgastzahlensteigerungen reagieren zu können. Die vorgezogenen Leistungsausweitungen betreffen insbesondere die stark genutzten Metrobuslinien 4, 6, 7 und 23.
Ulrich Sieg, Vorstand der HOCHBAHN: "Unser Ziel war es, mit gezielten Verstärkungen schon im Vorfeld die Beförderungskapazität auf den stark genutzten Linien zu erhöhen. Dies hat für den Fahrgast den Vorteil, dass keine übervollen Busse fahren. Die erste Woche war sehr erfolgreich. Wir konnten die nach den Herbstferien häufig zu beobachtenden Besetztmeldungen von Bussen weitgehend vermeiden."
Die wesentlichen vorgezogenen Leistungsausweitungen betreffen:
- Auf der Linie 4 werden in der Verkehrsspitze am Morgen zwischen Eidelstedter Platz und Schlump allein sechs, in den Mittags- und Abendstunden in der Gegenrichtung 17 zusätzliche Busfahrten angeboten.
- Auf der Linie 6 fahren die Busse zwischen Borgweg und Rödingsmarkt in der Hauptverkehrszeit im 4-Minuten-Takt (bislang 5-Minuten-Takt).
- Auf der Linie 7 verkehren die Busse in den Morgenstunden zwischen Herrmann-Kaufmann-Str. und Barmbek im 5-Minuten-Takt, in der Gegenrichtung am Nachmittag im 6-Minuten-Takt (bislang 8-Minuten-Takt).
- Die Metrobuslinie 23 wird nun auch außerhalb der Hauptverkehrszeit durchgängig im 5-Minuten-Takt bedient.
Weitere Leistungsausweitungen werden zum HVV-Fahrplanwechsel am 14. Dezember folgen. |