Der Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH, Fritz Czeschka, und der Vorstandsvorsitzende der Hamburger Hochbahn AG, Günter Elste, unterzeichneten heute den Verkehrsvertrag für das Regionalbahnnetz Regensburg und die Donautalbahn im Runtinger-Saal der Stadt Regensburg.
Ende Mai 2008 erteilte die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) den Zuschlag für den Betrieb des Regionalbahnnetzes Regensburg und der Donautalbahn. In einem europaweiten Ausschreibungsverfahren hatten die BEG und das Innenministerium Baden-Württemberg die HOCHBAHN als künftigen Betreiber ermittelt, da diese das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Ende 2010 wird die HOCHBAHN den Betrieb auf den Strecken Neumarkt - Regensburg - Plattling und Landshut – Regensburg –Ingolstadt aufnehmen, Ende 2011 zusätzlich auf der Strecke Ulm – Donauwörth – Ingolstadt. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2022.
Anlässlich der Vertragsunterzeichnung betonte Bayerns Verkehrsministerin Emilia Müller die Bedeutung des Wettbewerbs für einen modernen und attraktiven Schienenpersonennahverkehr: "Der Wettbewerb hat zu entscheidenden Verbesserungen geführt. Ergebnis der Ausschreibungen sind regelmäßig günstigere Preise sowie qualitative und quantitative Verbesserungen für die Fahrgäste. Im Raum Regensburg werden die Fahrgäste insbesondere von neuen, komfortablen und schnelleren Fahrzeugen, einem besseren Takt und mehr Servicepersonal profitieren".
Fritz Czeschka unterstrich die im Vertrag festgelegten Verbesserungen für die Kunden: "Das Zugangebot wird um ca. 30 Prozent steigen. Die Züge werden mindestens im Stundentakt, im engeren Einzugsbereich von Regensburg in der Hauptverkehrszeit sogar im 30-Minuten-Rhythmus verkehren. Auf der Donautalbahn wird es zusätzliche Züge in den Abendstunden und im Berufsverkehr geben. Künftig werden fast alle Züge bis Ulm durchfahren. Erfreulich für die Fahrgäste ist zudem der zusätzliche Schnellverkehr auf der Donautalbahn mit bis zu 60 Minuten kürzerer Fahrzeit."
Günter Elste erläuterte die Strategie der Hamburger Hochbahn AG: "Mittlerweile fahren wir mit unseren Tochter- und Beteiligungsunternehmen in neun Bundesländern. Die Eckpunkte unseres Erfolges sind recht einfach: Zum einen müssen die betrieblichen Entscheidungen vor Ort getroffen werden. Nur hier liegt die Information vor, was dem Fahrgast nutzt. Gleichzeitig sichert dies schlanke Strukturen, was der Kostenseite unmittelbar zugute kommt. Zum anderen arbeiten wir ständig an der Steigerung der Fahrgastzahlen durch einen verbesserten Service. Dass wir dies in Kürze auch in Bayern unter Beweis stellen können, macht uns schon ein wenig stolz."
Qualitativ wird das Angebot im Regensburger Netz ab 2010 deutlich verbessert. Während heute auf dem Liniennetz ältere Fahrzeuge im Einsatz sind, werden künftig fabrikneue elektrische Fahrzeuge mit komfortablen Sitzplätzen und niederflurigem Einstieg zum Einsatz kommen. Die Fahrzeuge sind klimatisiert und bieten eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Für den Service der Fahrgäste werden Zugbegleiter sorgen, die unter anderem alle durchgehenden Züge auf der Donautalbahn begleiten werden.
Selbstverständlich werden neben den Tarifen der Verkehrsverbünde RVV, VGN und DiNG im heutigen Umfang auch die Tarife der DB, das BAYERN-TICKET, das Schönes-Wochenende-Ticket, das Regio-Ticket Bayern und die Fahrradtageskarte Bayern in den Zügen gültig sein. |