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PRESSEMITTEILUNG  03.09.2008
Rollende U-Bahn-Geschichte
HOCHBAHN stellt historische Fahrzeuge vor

40 Kilometer pro Stunde zugelassene Höchstgeschwindigkeit und Platz für 120-150 Fahrgäste: Dies sind die Leistungsdaten der U-Bahnen vor 50 Jahren. Von 1927/1929 bis 1970 waren die beiden Fahrzeuge, die die HOCHBAHN heute nach umfassenden Restaurationsarbeiten vorstellte, im Dienst der Mobilität Hamburgs unterwegs.

In über 40 Jahren erlebten der TU1 und der TU2 eine wechselvolle Geschichte. Gemeinsam haben sie seit 1924 bzw. 1929 knapp sechs Millionen Kilometer im Hamburger U-Bahn-Netz zurück gelegt, bis sie 1970 ihre Dienstzeit vorerst in der Abstellanlage Horner Rennbahn beendeten.

In liebevoller Detailarbeit haben Mitarbeiter und Auszubildende der U-Bahn-Werkstätten der HOCHBAHN die zwei Triebwagen restauriert und sie wieder im Glanz der 50er und 60er Jahre erstrahlen lassen. Bereits 1950 (TU1) und 1960 (TU2) wurden die beiden Fahrzeuge zum ersten Mal aufwendig modernisiert und zum TU1 und TU2 (Triebwagen Umbau) umgebaut.

„Wir sind sehr stolz, diese beiden historischen Mitglieder der U-Bahn-Flotte wieder in Fahrt gebracht zu haben. Damit sind alle Fahrzeugtypen seit 1912 wieder vollständig fahrtüchtig,“ freut sich Vorstandsmitglied Ulrich Sieg. Neben allen technischen Innovationen und Modernisierungen der Hamburger U-Bahn ist der Erhalt und die Pflege des historischen Erbes für die HOCHBAHN wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie. „Ohne die Kenntnisse unserer älteren Mitarbeiter und das gemeinsame Engagement aller wäre es nur schwer möglich gewesen, dass diese Wagen heute wieder auf Hamburgs U-Bahn-Schienen fahren können.“ betont Sieg heute anlässlich der Präsentation der Fahrzeuge.

Mehrere Jahre haben die Mitarbeiter und Auszubildenden der U-Bahn Werkstätten geschliffen, geschraubt, gehämmert, geschweißt und lackiert. „Noch heute ist es spannend zu sehen, wie weitreichend die Technik damals war und was die Ingenieure schon alles bedacht haben, um den Komfort und die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten,“ beschreibt Jörg Petersen, Bereichsleiter U-Bahn Fahrzeuge, die Faszination der historischen Fahrzeuge.

Künftig wird die HOCHBAHN die beiden Triebwagen als Verbund für Sonderfahrten einsetzen. So werden die Hamburger nun häufiger die Gelegenheit haben, die beiden weiteren U-Bahn-Oldtimer im Hamburger U-Bahn-Netz zu erleben und sich an den Nahverkehr der 50er und 60er Jahre zu erinnern.

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