Der von der Europäischen Union vorgelegte Verordnungsentwurf für den europäischen ÖPNV lässt keinen Zweifel daran, dass sich die in Deutschland tätigen Verkehrsunternehmen dem Wettbewerb stellen müssen. Die HOCHBAHN sieht hierin sowohl eine Herausforderung, als auch eine Chance und nimmt schon jetzt aktiv an diesem Wettbewerb teil.
Die Voraussetzungen für ein zielgerichtetes Wachstum sind günstig: Die HOCHBAHN verfügt über eine hinreichende Unternehmensgröße und besitzt vielfältige Erfahrungen in der Erbringung innovativer Verkehrsangebote. Vor allem kann die HOCHBAHN auf qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zählen, deren Orientierung am Kunden das wirtschaftliche Handeln bestimmt.
Mit ihrem Restrukturierungskonzept konnte die HOCHBAHN in den letzten Jahren den öffentlichen Haushalt erheblich entlasten. Im Jahr 2002 betrug der Zuschuss der Freien und Hansestadt Hamburg, die alleinige Eigentümerin der HOCHBAHN ist, 69,9 Mio. EURO. Damit konnte der Fehlbetrag seit Beginn der Restrukturierung 1996 mehr als halbiert werden. Der Kostendeckungsgrad lag 2002 bei 85,5% (ohne Berücksichtigung außerordentlicher Posten bei 83,9 %) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (82,1%) erneut verbessert. Damit hat die HOCHBAHN einen der höchsten Kostendeckungsgrade unter den deutschen Nahverkehrsunternehmen erzielt.
Da künftig voraussichtlich nur noch wenige große Konzerne miteinander im Wettbewerb stehen werden, ist es Ziel der HOCHBAHN, bis zum Jahr 2010 einer der "National Player" im deutschen Nahverkehrsmarkt zu werden. Mit Unterstützung ihres Hauptaktionärs betreibt die HOCHBAHN eine gezielte Expansionspolitik: Bereits zum jetzigen Zeitpunkt ist sie an mehreren Verkehrsunternehmen wie z.B. in Lübeck und Kiel beteiligt. Im SPNV-Markt konnte die HOCHBAHN durch überzeugende Angebote gemeinsam mit regionalen Partnern bereits vier Ausschreibungen erfolgreich für sich entscheiden.
Die Beteiligung an weiteren kommunalen Verkehrsunternehmen – insbesondere in der norddeutschen Region - ist eines unserer Ziele. Die HOCHBAHN ist dabei in der Lage das erforderliche Know-how zur existenzsichernden Restrukturierung in ihre Beteiligungsgesellschaften wirksam einzubringen.
Mit ausgereiften Strategien, schlüssigen Handlungskonzepten, differenzierten Maßnahmenprogrammen und leistungsfähigen, modernen Managementinstrumenten ist die HOCHBAHN umfassend auf den erfolgreichen Übergang in den künftigen Wettbewerbsmarkt vorbereitet. Dazu wurde u.a. ein Instrumentarium zur "Strategischen Unternehmenssteuerung" entwickelt. Es ist ein wesentliches Ziel, die wettbewerbsorientierte Ausrichtung der einzelnen Unternehmensbereiche mittels koordinierter Strategien als Grundlage der operativen Planungen noch effizienter aufeinander abzustimmen. Die Implementierung dieses neuen Steuerungssystems setzt eine veränderte Kommunikationskultur im Unternehmen voraus, die gewährleistet, dass auf allen Mitarbeiterebenen die Unternehmensstrategie verstanden, akzeptiert und durch tagtägliches Handeln mit viel Eigeninitiative zum Ziel geführt wird. |