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Sie bewegt Millionen

Nach ihrer Ausbildung ist U-Bahn-Fahrerin Katerina Dermitzoglou nun allein auf Strecke. Ein Bericht.

183,6 Millionen Menschen sind im vergangenen Jahr mit der Hamburger U-Bahn gefahren. Etwa 400 000 werden schätzungsweise in den kommenden zwölf Monaten mit Katerina Dermitzoglou im Zug sitzen – oder hinter ihr stehen. Die 23-jährige sitzt jedenfalls immer ganz vorn. Erst vor kurzem hat sie ihre Ausbildung zur U-Bahn-Fahrerin abgeschlossen.

Von Aufregung keine Spur

„Am Anfang war es schon ein komisches Gefühl, ganz allein am Steuer zu sein“, erzählt die Barmbekerin. „Sonst saß ja immer der Fahrlehrer neben mir und meine Kollegen schauten mir über die Schulter.“
So richtig aufgeregt war Katerina Dermitzoglou an ihrem ersten Tag trotzdem nicht. Warum auch. Schließlich hatte sie während ihrer 15-monatigen Ausbildung alles Wichtige gelernt und gründlich eingeübt. „Zur Routine wird das U-Bahn-Fahren jedoch nie“, weiß die Berufsanfängerin schon jetzt. „Das darf es aus Sicherheitsgründen auch gar nicht. U-Bahn-Fahrer müssen stets mit höchster Aufmerksamkeit ihrem Dienst nachgehen.

Mehr, als nur mit dem Joystick wackeln

Man darf keinesfalls ein Signal übersehen, auf einer Langsamfahrstrecke die Höchstgeschwindigkeit überschreiten oder eine der zahlreichen Vorschriften missachten. Das zieht Konsequenzen nach sich und kann bis zur Suspendierung vom Fahrdienst führen", warnt Katerina Dermitzoglou vor falschen Vorstellungen: „Viele denken, man muss nur ein bisschen den Joystick hin- und herschieben und das war’s.“

Sechs Wochen Grundausbildung

Dass zum Fahren einer U-Bahn viel mehr gehört, erfahren die künftigen U-Bahn-Fahrer schon während ihrer sechswöchigen Grundausbildung, in der sie den U-Bahn-Betrieb als Ganzes kennen lernen – vom Stellwerk bis zur Haltestelle. Anschließend müssen sie sich in der Praxis bewähren: Mehrere Monate, jedoch höchtens zwei Jahre, sind sie als Haltstellenüberwacher tätig, bevor sie zur eigentlichen, 51-tägigen Fahrausbildung zugelassen und in Gruppen mit je acht Teilnehmern auf allen drei in Hamburg eingesetzten Fahrzeugtypen geschult werden.

Verantwortungsgefühl und technisches Verständnis

„Zur Ausbildung gehörten auch Notfallübungen und die Reparatur des Zuges“, erinnert sich Katerina Dermitzoglou: „Meine Mechanikkenntnisse konnte ich gleich am ersten Tag gut gebrauchen, als ich die Wagen meiner U-Bahn zusammenkuppeln musste – eigenhändig, ohne jede Hilfe.“ Überhaupt wurde die junge U-Bahn-Fahrerin an ihren ersten Diensttagen schon ordentlich gefordert. „Sogar ein Fahrgast-Notruf ging bei mir ein – zum Glück Fehlalarm!“, berichtet sie erleichtert.

Punktgenaues Fahren

Vor ihrer Ausbildung zur U-Bahn-Fahrerin war Katerina Dermitzoglou als Augenoptikerin tätig – und unglücklich. Ihre Cousine, die auch bei der HOCHBAHN arbeitet, hatte sie darauf gebracht, sich zu bewerben. Glücklich und stolz, die Prüfung geschafft zu haben, berichtet sie von ihren ersten Erfahrungen und Eindrücken: „Als U-Bahn-Fahrer sollte man logisch denken können. Und man muss äußerst genau sein, etwa beim Bremsen in den Haltestellen. Da muss man genau den richtigen Punkt treffen. Aber mit Übung kriegt man das hin."

Ihr Einstieg als U-Bahn-Fahrer

Wer auf seinem weiteren Berufsweg ebenfalls am Steuer einer U-Bahn sitzen möchte, sollte sich jetzt bewerben. Die 470 U-Bahn-Fahrer der HOCHBAHN suchen Verstärkung. Alles über den Arbeitgeber HOCHBAHN erfahren Sie hier.

 

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